Solidarität mit den Bogazici-Protesten!

Und wieder einmal gibt es Grund, wütend zu sein! In Istanbul hat der Erdogan den AKP-Funktionär Melih Bulu als Rektor der Bogazici Universität eingesetzt und damit eindeutig in die Uni-Politik eingegriffen.

Deshalb gehen seit Anfang Januar Tausende auf die Straße, um gegen diese Ungerechtigkeit zu protestieren. Die Protestierenden bestehen aber nicht nur aus StudentInnen, sondern es nehmen Menschen aus vielen verschiedenen sozialen Gruppen teil. Das Regime antwortet darauf mit massiver Polizeigewalt, Entführungen, Folter, Festnahmen und Hausdurchsuchungen. Insgesamt 200 Menschen wurden bereits verhaftet. Unter ihnen auch einige RevolutionärIinnen. Alle bis auf diese ca. 10 Personen wurden wieder freigelassen, was eindeutig zeigt: Die Regierung hat Angst vor diesen Menschen, und versucht sie unschädlich zu machen. Doch all diese Bemühungen haben die Protestierenden nicht eingeschüchtert.

Sie fordern unnachgiebig, dass alle bereits an Unis eingesetzten AKP-Funktionäre wieder abgezogen werden, dass sich die Polizei aus den Unis zurückzieht, dass alle festgehaltenen Personen sowie die sich im Hausarrest befindenen GenossInnen wieder freigelassen werden und die demokratischen Entscheidungsprozesse und Mitsprachebefugnisse an Unis gewährleistet werden sollen.
Die anfänglichen StudentInnenproteste haben sich zu einem breiten Protest gegen den türkischen Faschismus auch außerhalb der Universität entwickelt.

Wir solidarisieren uns mit den kämpfenden Massen!

Der Widerstand gegen den türkischen Faschismus ist und bleibt gerechtfertigt!

Bilder von der Gedenkaktion in Bremen

Am Sonntag, d. 10.1.21 führten wir in Bremen unsere LLL-Gedenkaktion in Bremen auf dem Waller Friedhof durch. Rund um den Friedhof wurden Flyer zum Abreißen befestigt, an der Gedenkstätte der gefallenen ArbeiterInnen der Bremer Räterepublik wurde eine Rede gehalten und es wurden zahlreiche rote Nelken zum Niederlegen bereitgestellt. Über den Tag verteilt kamen zahlreiche Menschen, um Lenin, Luxemburg, Liebknecht und den Bremer Gefallenen zu gedenken und ihr Lebenswerk zu ehren.

Gleichzeitig fand in Berlin die traditionelle LLL-Demonstration statt. Gleich zu Beginn griffen die Bullen den Demonstrationszug brutal an. Es gab mehrere Festnahmen und Verletzte. Über viele Organisationsgrenzen hinweg schlossen sich RevolutionärInnen zusammen und setzten sich entschlossen zu wehr. Die Herrschenden fürchten sich vor dem Wiedererstarken der revolutionären Bewegung in der BRD. Aber egal wie brutal sie vorgehen, sie werden immer das Gegenteil von dem erzielen, was sie sich versprechen. Jeder Angriff macht die Wut und den Hass noch größer und führt dazu, dass sich die Unterdrückten noch enger zusammenschließen! Solidarität mit den von Repression und Verletzung betroffenen GenossInnen!

Erinnern heißt kämpfen!

LLL-Gedenken in Hannover

Auch in Hannover nutzten wir den heutigen Tag, um den Genossen Lenin und Liebknecht sowie der Genossin Luxemburg zu gedenken. In der derzeitigen Situation entschieden wir uns gegen ein gemeinsames Gedenken mit unseren Genossinnen und Genossen in Berlin, was hoffentlich eine einmalige Entwicklung bleibt.

Wir widmeten den Tag neben den großen Persönlichkeiten den gefallenen Kommunistinnen und Kommunisten, welche mit unserer Stadt untrennbar verbunden sind. Hierfür besuchten wir Stolpersteine für KPD-Genossen sowie Gedenkstätten für die Verbrechen an Kommunistinnen und Kommunisten in unserer Stadt. Wir legten rote Nelken nieder und verlasen Infotexte, um über die Schicksale und Taten zu informieren und zu gedenken.

Bild 1:
Walter Krämer, der letzte legale Sekretär der KPD in Hannover. Er wird nach seiner Haftzeit in Hannover in das Konzentrationslager Buchenwald verlegt, in dem er als Funktionshäftling (Kapo) die medizinische Hilfe der Häftlinge neu organisiert und sogar eine Schließung eines Sonderlagers für jüdische Häftlinge erwirken kann und somit vielen Menschen das Leben rettet. Dies verschafft ihm den Spitznamen „Arzt von Buchenwald“.

Bild 2:
Otto Kreikbaum und seine Frau Luise Lüpke, beide aktive KPD-Mitglieder. Otto Kreikbaum war vor allem im Roten Frontkämpferbund aktiv, was ihm eine KZ-Haftstrafe sowie einen Aufenthalt im Moorlager einbrachte. Während seiner kurzfristigen Rückkehr in Hausarrest nach Hannover nimmt der NS-Staat ihm und seiner Frau die vier Kinder unter fadenscheinigen Argumenten weg. Danach muss er als Zwangsrekrut in einem Bewährungsbataillion an der Ostfront kämpfen, wo er sein Leben lässt. Luise Lüpke ist auch nach dem Krieg und bis zu ihrem Tod 1980 weiter als Kommunistin aktiv.

Bild 3:
Das Mahnmal für das Gerichtsgefängnis Hannover. Hier hielten die Nazis viele politische Gegner gefangen. Besondere Erwähnung haben die vielen sozialistischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer Hannovers verdient, welche nach den Zerschlagungen ihrer Gruppen zu Hunderten in diesem Gefängnis einsaßen. Auch der KPD-Vorsitzender Ernst „Teddy“ Thälmann saß hier sechs Jahre lang in Isolationshaft, bevor er in Buchenwald erschossen wurde.

Bild 4:
Die Gedenkstätte für die Kriegsgefangenen des NS-Staates. Insgesamt ruhen hier 386 Menschen, welche ihr Leben in Gefangenschaft verloren. Besonders perfide ist die Erschießung von 154 sowjetischen Menschen, welche vier Tage vor der Befreiung Hannovers von der Gestapo durchgeführt wird, bevor diese feige flieht. Unter den Toten ist eine Frau, welche erst mit dem dritten Schuss auf sie fällt; diese Standhaftigkeit ermöglicht Peter Palnikow die einzige Flucht an diesem Tag.

Die heldenhaften Taten unserer Genossinnen und Genossen sind unvergessen und sie leben in unserem Kampf weiter!

Erinnern heißt kämpfen!

LLL-Gedenken in Bremen am 10.1.

Wir rufen am 10.1.2021 zum individuellen Gedenken an Lenin, Liebknecht, Luxemburg und die Gefallenen der Bremer Räterepublik auf dem Waller Friedhof auf! Im Zeitraum von 13 bis 15 Uhr wird es vor Ort eine Infrastruktur dafür geben: Der Weg zum Denkmal der Gefallenen der Räterepublik wird ausgeschildert sein, es werden an mehreren Stellen Flyer mit Hintergrundinfos zum Abreißen befestigt sein und es wird am Denkmal selber rote Nelken zum niederlegen geben. Bitte versammelt euch vor Ort nicht in größeren Gruppen, um einem Ansteckungsrisiko vorzubeugen.

Erinnern heißt kämpfen!

Organisation und Solidarität!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und dass dieses Jahr besonders scheiße war, dürfte für niemanden was Neues sein. Man könnte sich jetzt über die täglichen Nachrichten von rechten Netzwerken innerhalb der staatlichen Institutionen aufregen, rassistische Polizeigewalt anprangern, sich benachteiligt fühlen, weil Aktionäre weiterverdienen, während wir für 60% auf Kurzarbeit sind, ausrasten, weil Flüchtlinge noch immer an den Grenzen sterben müssen, oder eine lückenlose Aufarbeitung der rassistisch motivierten Morde fordern, vielleicht sogar der vom NSU. Und ja, das sollte man durchaus tun und alle Menschen, die dies machen, machen es auch zurecht. Eins sollte dabei allerdings mittlerweile auch der gutgläubigsten Person klar geworden sein: von diesem Staat haben wir nix zu erwarten! Ein Staat, dessen Interessen im kompletten Gegensatz zu denen der arbeitenden Klasse stehen, wird keine Geschenke verteilen.

Doch was tun, wenn der Onkel Horst einem nicht die gewünschte Rassismusstudie schenkt? Richtig, selber besorgen! Deshalb gilt nicht nur in Zeiten von Corona, sondern immer, wenn an diesem kranken System etwas verändert werden soll: Organisation und Solidarität!
Gerade an den zweiten Aspekt möchten wir erinnern, denn dieser Staat setzt alles daran, jegliche revolutionären und fortschrittlichen Bewegungen zu kriminalisieren. Seien es die §129-Verfahren, die inhaftierten Antifas, die migrantischen revolutionären Bewegungen oder die G20-Proteste. Deswegen nehmt Euch ein bisschen Zeit in diesem Lockdown, zwischen Arbeit, einkaufen und schlafen und organisiert Euch in der Roten Hilfe und leistet einen Beitrag zu gelebter Solidarität. Schreibt den Inhaftierten, unterstützt die Angeklagten, kauft ein Shirt bei Avantgarde Classwear, setzt damit ein Zeichen gegen die §129-Verfahren und spendet Euer Weihnachtsgeld!

Initiative “Gemeint sind wir alle”

Spendenkonto für Roter Aufbau Hamburg

Rote Hilfe

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen

Hoch die internationale Solidarität!

25.11. in Hannover

Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen wurden auch in Hannover verschiedene Aktionen durchgeführt. Unter anderem tauchten an unterschiedlichen Stellen Transpis an Brücken auf. Einige Fotos davon erreichten uns.

Frauen, wehrt euch und kämpft!

Flyer und Graffiti gegen Gewalt an Frauen

Im Zuge des gestrigen Tages wurde ein Bild gemalt und uns wurde ein Flyer zugesckickt, auf welchen wir hier nocheinmal aufmerksam machen möchten.

Betroffen sind wir Alle, keine Frau ist alleine.

Uns wird täglich hinterhergepfiffen, uns wird an den Hintern gegrapscht,wir werden geschlagen. Wir werden nicht nur von Fremden eklig angemacht und beleidigt, sondern auch von unseren engsten Kreisen. Das können Chefs sein oder aber auch Freunde und Familienmitglieder. Täglich müssen wir Frauen psychische und physische Gewalt gegen uns erfahren.
Allein in Deutschland wird jede Stunde eine Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Jeden Tag versucht ein Mann seine (Ex-)Patnerin zu töten, jeden dritten Tag wird dabei eine Frau ermordet. Und das sind nur die Fälle, die zur Anzeige gebracht werden. Die Dunkelziffer ist um ein vielfaches höher! Gerade in Zeiten von Coronalockdowns haben viele Frauen keine Chance, sich der häuslichen Gewalt zu entziehen. Nicht nur in Deutschland, auch international sind wir Frauen von Gewalt betroffen: Genitalverstümmelungen, Gang Rape und Frauenhandel sind nur ein paar Beispiele für die täglichen Angriffe auf uns Frauen weltweit.

Ein Angriff auf Eine, ist ein Angriff auf uns alle!

Um auf diese Gewalt aufmerksam zu machen, wurde der 25. November zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt. Auslöser war der brutale und feige Anschlag auf die drei Schwestern Mirabal im Jahr 1960. Die drei Frauen waren aktiver Teil der revolutionären Bewegung gegen den damaligen Diktator der Dominikanischen Republik und wurden dafür verfolgt, gefoltert, vergewaltigt und anschließend ermordet.

Heute am 25.11, jährt sich zum 60. Mal der Mord an den drei Schwestern. Das nehmen wir zum Anlass, um gegen das gewaltsame System zu kämpfen, das uns Frauen dieser Welt heute noch unterdrückt. Denn Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall, keine Familientragödie, sondern strukturell und im heutigen System zwangsläufig verankert.
Das System in dem wir leben, beruht auf der Steigerung von Gewinnen, es profitiert dabei von der systematischen Unterdrückung von uns Frauen. Damit die Gewinne so stark wie nur möglich gesteigert werden können – müssen wir Frauen unbezahlte Arbeit leisten ( also Hausarbeit, Kindererziehung usw. ) und kriegen weniger Lohn ausgezahlt.
Um dieses ausbeuterische System aufrechtzuerhalten muss es von einer gewaltvollen frauenfeindlichen Ideologie begleitet werden. Diese Ideologie wird uns allen von kleinauf beigebracht und wir Frauen müssen sie täglich am eigenen Körper erfahren.

Aus diesem Grund müssen wir Frauen uns solidarisch zusammenschließen und organisieren. Lasst uns gemeinsam unsere Wut auf die Straße tragen.

Frauen wehrt euch und Kämpft! Denn Frauen die Kämpfen, sind Frauen die leben.

25.11.2020 – Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen

Heute, am 25.11.2020, ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.
Dieser Tag wurde eingeführt, weil die Schwestern Mirabal, die Teil der revolutionären Bewegungen in der Dominikanischen Republik waren, 1960 auf Befehl des Diktators brutal vergewaligt, gefoltert und ermordet wurden.

Doch auch heute, ist das Thema Gewalt an Frauen so aktuell wie nie. Wir Frauen werden doppelt unterdrückt, wir werden für weniger Geld als Männer ausgebeutet und wir müssen uns zusätzlich um die Reproduktionsarbeit kümmern. Wir werden täglich beleidigt, geschlagen, angespuckt oder angegrapscht.

Im Zuge dieses Tages sind in Bremen verschiedene Aktionen passiert. So wurden an Stellen, an denen häufig Übergriffe passieren, wie im Bremer Viertel, den Wallanlagen oder der Discomeile, mit Kreide auf den Boden geschrieben, was wir täglich erleben müssen. Und dies ist nur ein Auszug davon.

Doch mit Aktionen wie dieser ist es noch nicht getan! Wir Frauen müssen uns organisieren und dem Patriarchat und dieser Gesellschafft gemeinsam den Kampf ansagen.

Frauen wehrt euch und kämpft, denn Frauen die kämpfen sind Frauen die leben!

Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen in Hannover!

Am Mittwoch, den 28. Oktober, durchsuchte die Polizei zwei Wohnungen in Hannover. Anlass dieser Hausdurchsuchungen waren “politische Graffitis”, welche die Betroffenen gesprüht haben sollen.

Wir erklären uns solidarisch mit den Betroffenen und verurteilen diese Maßnahmen, durch die versucht wird, Druck auf Einzelpersonen auszuüben und antifaschistische Arbeit zu kriminalisieren.

In Zeiten wie diesen gilt es diesen Angriffen des Staates mehr denn je entschlossen und solidarisch zu trotzen und antifaschistische und revolutionäre Inhalte auf die Straße zu bringen!

Gegen ihre Repression, für eine antifaschistische Straßen- und Jugendkultur!

Kämpfende Jugend Hannover

Solidarität mit dem Roten Aufbau!

Am Montagmorgen haben die Bullen und der Staat mal wieder gezeigt, auf welcher Seite des Klassenkampfes sie stehen!

Während am Wochenende zigtausende Menschen durch Berlin marschieren und dabei gemeinsame Sache mit Faschistinnen und Faschisten machen, die in Telegram-Gruppen dazu aufgerufen haben, ihre Corona-Demo zur Not auch mit Waffengewalt durchzusetzen, stürmen die Cops in die Wohnungen vermeintlicher Mitglieder des Roten Aufbaus sowie weiterer Räumlichkeiten, die sie diesem zuordnen!

Unter dem Vorwand des als Schnüffelparagraph bekannten §129 StGB versucht die Justiz linke Strukturen auszuspionieren, ihre vermeintlichen Mitglieder einzuschüchtern und zu kriminalisieren. Bei aller Absurdität dieser Maßnahmen dürfen wir nie vergessen, dass diese Repressionen nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern eine Begleiterscheinung des Sturms sind, der sich am dunklen Himmel der kapitalistischen Krise zusammenbraut. Antifaschistische, antikapitalistische und revolutionäre Bewegungen sind dem Staat und seiner Wirtschaft in Krisenzeiten ein besonderer Dorn im Auge, da sie mit ihren Antworten und Lösungen einen Weg aufzeigen, der eine Welt jenseits des Kapitalismus ermöglicht. Da das bestehende System durch die eigens verursachte Krise zunehmend an Rückhalt im Volk verliert, bekämpft der Staat eben jene Strukturen, die für eine Welt ohne Krieg und Krisen kämpfen.

Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen dieser Repressionswelle! Wir stehen an eurer Seite!

Mehr denn je gilt, dass wir eng zusammenstehen, die Genossinnen und Genossen nicht alleine lassen und gemeinsam mit allen fortschrittlichen Gruppen und Strukturen für eine starke, einheitliche Bewegung kämpfen!

Weg mit dem §129!
Tod der Klassenjustiz!
Solidarität mit dem Roten Aufbau!

Kämpfende Jugend